Das Lexikon des internationalen Films ist ein deutsches Filmlexikon mit Filmkritiken und anderen Einträgen zu allen Kinofilmen und vielen Fernsehfilmen, die seit 1945 in Deutschland zu sehen waren.
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Bearbeiten Das Lexikon
Das Lexikon des internationalen Films basiert auf den Filmkritiken der Zeitschrift film-dienst, die seit 1947 erscheint und ihren Ursprung in der katholischen Filmarbeit hat. Von 1987 bis 1995 erschien das Lexikon als zehnbändiges Werk im Rowohlt Verlag. 2002 aktualisierte der Zweitausendeins-Verlag das Nachschlagewerk und brachte es als vierteiliges Filmlexikon heraus. Zum Teil wurden die Filme neu bewertet. Um die Aktualität zu gewährleisten, richtete der Verlag eine (kostenpflichtige) Internetadresse ein, die 14-täglich aktualisiert wird. Daneben erscheinen unter dem Label Systhema in der United-Soft-Media-Verlags-GmbH seit 1996 auch CD-ROM-Ausgaben des Lexikons, seit 2006 auch erweitert auf DVD. Diese digitale Ausgabe enthält in der aktuellen Version von 2007 Besprechungen zu über 100.000 Filmen.
Auch finden sich die einzelnen Kritiken seit 2004 im Munzinger-Archiv und derzeit (2007) im World Wide Web im Filmlexikon des Fernsehsenders kabel eins.[1]
Bearbeiten Aufbau
Neben dem Originaltitel eines Films sind der deutsche Filmtitel mit Alternativtiteln, alle Mitwirkenden, Erscheinungsjahr und Jahr der Erstaufführung bzw. Erstausstrahlung und weitere technische Details verzeichnet. Die recht präzisen Beschreibungen im Hauptteil bestehen zumeist aus drei bis vier Sätzen je Eintrag.
Die Druckausgabe ist auf dem Stand von Ende 2001, in ihr werden 52.000 Filme besprochen. Zusätzlich enthält sie 130 Essays zu 20 Themenkomplexen, wie folgt:
- Band I
- Autorenfilmer/Filmautoren: Stanley Kubrick, Woody Allen, Atom Egoyan, Jean-Luc Godard, John Sayles und Pedro Almodóvar
- Die Farbe Blau: u. a. Michael Mann und Jean-Luc Godard
- Luis Buñuel
- DDR, u. a. Egon Günther, Kurt Maetzig, Jochen Kraußer
- Film in Deutschland
- Essay & Dokumentarfilm
- Ferner Osten: Wu Tianming, Zhang Yimou, Wong Kar-Wai, Johnnie To, Hou Hsiao-Hsien, Takeshi Kitano und die „jungen Wilden“
- Band II
- Alfred Hitchcock
- Hollywood I
- Hollywood II
- Ikonen: Marlene Dietrich, Robert Mitchum, Frank Sinatra, Fred Astaire, Marlon Brando, Romy Schneider, Jeanne Moreau, Marcello Mastroianni
- Jazz, u. a. Lalo Schifrin und Roy Budd
- Kurzfilm
- Musik und Kino/Musik im Kino, u. a. Kurt Weill und Hans Zimmer
- Neu gesehen: Außer Atem, Die große Illusion, Die sieben Samurai, M – Eine Stadt sucht einen Mörder, Rote Sonne, Der eiskalte Engel, Das Fenster zum Hof, The Big Sleep
- Band III
- Die Farbe Rot
- Sciencefiction: u. a. Star Wars, James Cameron und Blade Runner
- Steven Spielberg
- Werkstattgespräche: Michael Ballhaus, Roland Suso Richter, Christian Petzold, Romuald Karmakar und Tom Tykwer
- Western: u. a. DEFA, Gary Cooper, Raoul Walsh, Clint Eastwood
- Band IV
- Index
Bearbeiten Siehe auch
Bearbeiten Literatur
- Katholisches Institut für Medieninformation (KIM) und Katholische Filmkommission für Deutschland (Hrsg.): Lexikon des internationalen Films. Kino, Fernsehen, Video, DVD. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-86150-455-3 (Red. Horst Peter Koll, Stefan Lux und Hans Messias unter Mitarb. von Jörg Gerle, Josef Lederle und Ralf Schenk, begr. von Klaus Brüne).
- Lexikon des internationalen Films 2001. 48.000 Filme mit Kurzkritiken. Systhema (CD-ROM für Windows 95/98/ NT 4.0/ MacOS ab 8.1).
- Zeitschrift film-dienst und Katholische Filmkommission für Deutschland (Hrsg.): Lexikon des internationalen Films, Teiljahresbände: Filmjahr 2001/2002/2003/2004/2005/2006. Schüren Verlag, Marburg 2002 ff. (Red. Horst Peter Koll und Hans Messias unter Mitarb. von Jörg Gerle [DVD]).
